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actNow goes Kosovo!


Luzern-Gjilan und retour: Das Jugendtheater actNow verbrachte eine Osterferienwoche mit den Kosovarischen Jugendlichen der Don Bosko Schule in Gjilan. Am 25. April 2017 feierten wir die erste Premiere von «Schatzi, a je mirë?» im Kosovo. Ein toller Erfolg!

Was wir alles erlebt haben, bis es so weit war? Lesen Sie selbst! Die Schweizer Teilnehmenden fassten ihre Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen jeweils am Ende des Tages zu einem kurzen Blogeintrag zusammen:

Tag 1 Das Abenteuer beginnt in Luzern am Bahnhof. Wir verbringen die Zugfahrt nach Basel damit, über Gott und die Welt zu quatschen. Mit einem vollgestopften Bus fahren wir zum Flughafen. Wir lernen eine Frau namens Hen kennen. Später stellt sich heraus, dass ihr Name Frau Iten war. Mit einigen Turbulenzen landen wir in Prishtina. Nach einer einstündigen Autofahrt kommen wir in Gjilan an, wo wir herzlich von den Kosovaren begrüsst werden. Am Abend fahren wir alle zusammen mit dem grossen Van in ein Restaurant. War suuper exciting mit dem Auto durch Gjilan zu fahren! (Nina am Steuer!) Nachtessen gibt es in einem wunderbaren Chalet und Aussicht über ganz Gjilan. Gastfreundlich wie die Kosovaren sind, lädt uns unsere Tischnachbar auf Freigetränke ein. Voll gestopft und voller Vorfreude freuen wir uns auf das vielversprechende Frühstück und den morgigen Probenstart.

Tag 2 Den Kopf in der Jacke vergraben, dem Schnee und der Kälte trotzend, machen wir uns auf, um Gjilan und die Menschen besser kennen zu lernen. Den ganzen Morgen lassen wir die Eindrücke auf uns wirken. Auf dem Weg zum Papaku, wo wir uns zum Mittagessen treffen, lachen uns die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht. Es wird wärmer. Ein kleiner Blumenstrauss für unseren Freund, der kurz ins Krankenhaus muss, wegen eines Herzschmerzes, der nicht mal vom Doktor erklärt werden konnte (zuviel Kaffee?!). Zurück im Don Bosko startet die erste Probe mit unseren Kosovarischen Freunden. Eine energiegeladene Truppe. Der erste Durchlauf des 1. Aktes ist das Chaos schlecht hin. Und für alle, die nun am Boden sind: Wenn man ganz unten angekommen ist, bleibt nur noch ein Weg. Und zwar nach oben!

Tag 3 Ein langer Tag. Direkt nach dem Frühstück machen wir uns an die Arbeit. Da die Kosovaren noch die Schulbank drücken müssen, startet die Schweizer Delegation schon mal ohne sie. Es kommen neue Szenen dazu. Es wird verfeinert und perfektioniert. Nach einem Mittagessen mit viel Risotto, startet der zweite Teil unseres Probentages. Nun mit den Kosovaren. Trotz Konzentrationsschwierigkeiten und ab und zu etwas schludriger Arbeit, können wir einen klaren Fortschritt zu gestern erkennen. Luft nach oben ist allemal da. Das soll es auch, denn wir wollen uns ja nicht langweilen bis Dienstag.

Tag 4 Erster kompletter Probentag. Diese Gelegenheit nutzen wir um alle bisher geprobten Szenen zusammenzubauen. Das läuft mit einigen Ups and Downs but at the end of the day we kicked it like Beckham! Mit der Anreise von Xenia und Selina ist unsere Gruppe nun fast vollständig. Nachdem wir die zwei riesigen Pizzatürme aufgegessen haben, machen wir einen smoothen Durchlauf! Nun sind wir k.o. aber i.O!

Tag 5 Mit Morgenyoga by Selina starten wir frisch in den Tag. Wir machen uns daran, die Szenen zu verfeinern und üben fleissig bis zum Mittag. Nach Susi und Strolch Momenten beim Spaghettiplausch, tanzen wir singend durch den Nachmittag. Dafür ist Lisa extra um 4 Uhr morgens aufgestanden und zu uns geflogen! Beinahe bravourös meistern wir den 3. Durchgang. Mit dabei ist auch unsere Kosovarische Co-Autorin Fjolla! Der Feierabend ist uns nun gegönnt! Viva!!!

Tag 6 Montag ist FreiTag. Heute mal kein Morgenyoga, sondern ein gemütliches Frühstück und danach ein Spaziergang zur gjilanischen Busstation. Dort steigen wir in einen Reisebus, der uns in die Hauptstadt führt. Nach einer Stunde Busfahrt sind wir in Prishtina angekommen und besichtigen die Bibliothek, die Universität und schlendern ein bisschen durch die Strassen. Zwischendurch müssen wir am einen oder anderen Sonnenbrillenstand anhalten, weil biancobianco sich neue Accessoires gönnen muss. In einem schönen Restaurant namens Dit' e Nat’ essen wir unser Mittagessen. Anschliessend gehen wir für kurze Zeit getrennte Wege. Die einen wollen noch mehr Sonnenbrillen kaufen und die anderen sich einen neuen Benz flexen. Um halb fünf sitzen wir wieder im Bus zurück nach Gjilan und knüpfen neue Kontakte mit einem deutschen Kosovaren. In Gjilan gibts dann ein hausgemachtes actNow Znacht und um Sieben muss noch einmal konzentriert geprobt werden. Nun sind wir müde und erschöpft, aber zufrieden mit unserer heutigen Leistung und bereit für unsere erste Premiere morgen. Jetzt gibts noch ein Viva im Lemon. Wir wünschen euch was!

Tag 7 Premiere! Sonne! Bei warmen Temperaturen starten wir gemütlich in den Tag. Max muss seinen Monolog proben, die anderen gehen Schuhe kaufen, fürs Kostüm wohlgemerkt. Zmittag gibt es heute bei Fidan zu Hause, den wir gestern im Bus kennengelernt haben. Gastfreundschaft Olé! Gian Leanders Geburtstag wird gebührend mit einem Sweet Sixteen-Princesscake (Raffaello! Creamy! Bianco!) gefeiert. Was für ein Schmaus! Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn werden noch Plakate aufgehängt, better late than never, right? Die Bude wird gut gefüllt, Standing Ovation zum Schluss und strahlende Gesichter weit und breit. Wieder eingeladen, sitzen wir beim gemeinsamen Abschlussdrink. Gastfreundschaft Olé Olé. Kosovo we love you so. Morgen zurück in die kalte Schweiz, es soll schiffen haben wir gehört, chogen blöd.

Mittlerweile sind wir zurück und freuen uns auf die Schweizer Premiere von «Schatzi, a je mirë?» am 26. Mai 2017 im Theater Pavillon Luzern! Ab dem 18. Mai werden die Kosovarischen Jugendlichen bei uns in Luzern sein. Gemeinsam proben wir weiter und feilen an den verschiedenen Szenen des Stücks. Wir halten Sie auf dem Laufenden!


VorAlpentheater  

im Theater Pavillon Luzern

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