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Das Fest – ein Publikumserfolg



Die Party ist zu Ende. 12 Vorstellungen, 9 Mal ausverkauft, 1500 Besucherinnen und Besucher – Das Fest, die sechste Produktion von Theater Nawal und VorAlpentheater, war die bisher erfolgreichste Produktion. Regisseur Reto Ambauen zieht Bilanz.

Worauf führst du diesen Erfolg zurück?

Reto Ambauen: Es gibt verschiedene Gründe. Noch nie wirkten so viele Spielende mit. Der A-Cappella-Chor Integral, die Kerngruppe von Nawal und zusätzliche Schauspielerinnen und Schauspieler. Das bewirkte einen viralen Effekt und zog ein vielfältiges Publikum an. Ich glaube, auch das Stück hat funktioniert, es hat viele Menschen berührt. Dann das Ensemble. Nawal geht gezielt seinen Weg weiter mit tollen Spielenden, mit spannenden Stücken und Stoffen. Das ist grossartig! Und ein wachsendes Stammpublikum dankt es ihm.

Das Fest ist ein heftiges Stück. Es geht um Kindesmissbrauch. Gab es Reaktionen aus dem Publikum?

Ja. Zum Beispiel von Betroffenen, die selber eine Wunde haben und die das Stück aufwühlte. Mich hat die Email eines Zuschauers berührt, der sich dafür bedankte, während der Dauer des Stücks von seiner Depression, von seinen Problemen befreit gewesen zu sein. Und dann gab es auch Detailkritik an der Inszenierung. Im Grossen und Ganzen aber viele positive Äusserungen zu einem theatralisch dichten Theaterabend.

12 Vorstellungen innerhalb dreier Wochen. Eine intensive Zeit. Jetzt ist das Fest Vergangenheit. Packt einen die Wehmut oder ist man erleichtert?

Beides. Obwohl, die Erleichterung spür ich stärker. Ich kann gut los lassen. Die Arbeit mit Nawal geht ja weiter. Demnächst beginnen wir wieder mit Stücke lesen. Erleichterung aber auch mit Blick auf die Finanzen. Wir hatten insgesamt weniger Geld für diese Produktion zur Verfügung, konnten aber alle Vorstellungen spielen. Und Erleichterung aber auch darüber, dass trotz Grippewelle alle Beteiligten durchgehalten haben.

Kannst du schon etwas über die nächste Produktion sagen?

Es gibt bereits verschiedene Stückvorschläge. Sicher aber ist, dass wir im Januar 2018 Premiere feiern und das Stück in zwei Blöcken spielen werden. Das schont die Kräfte.